Gefangen aus Verlangen
- ladyrosalie20
- 11. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Feb.

Die Idee war schon vor Jahren da.
Sie saß einfach in meinem Kopf herum, mal stärker, mal schwächer.
Mal war es nur ein flüchtiger Gedanke abends im Bett, mal ein Bild, das plötzlich auftauchte, wenn ich allein war.
Die Frage war immer dieselbe:
Was passiert, wenn jemand wirklich so weit geht – nur weil er es will?
Ich dachte stundenlang darüber nach: Wie würde sich das anfühlen? Wie tief kann man jemanden fallen lassen?
Wie weit würde sich jemand hingeben – einfach, weil die Sehnsucht größer ist als alles andere?
Der Gedanke war einfach da – wie ein dunkler Raum in meinem Kopf, den ich ab und zu betrat.
Nur um zu sehen, wie weit ich gehen konnte. Nur um zu testen, wie dunkel es werden kann.
Und dann fing ich an gefangen aus Verlangen zu schreiben.
Nur ein paar Sätze zuerst.
Nur eine Szene.
Nur den Moment vor der Tür.
Ich dachte:
Ich probier’s mal aus. Nur für mich. Nur um zu sehen, was passiert.
Aber mit jedem Satz wurde die Idee größer.
Dunkler.
Intensiver.
Wilder.
Je mehr ich schrieb, desto mehr nahm die Fantasie Fahrt auf.
Die Grenzen begannen zu verschwimmen.
Die Demütigung war plötzlich nicht mehr nur eine vage Vorstellung – sie bekam Konturen. Geräusche. Gefühle.
Die Kontrolle wurde greifbar.
Die Hingabe wurde ein Sog.
Mit jedem Absatz ging ich ein Stück weiter in diesen Raum hinein.
Meine eigenen Fantasien wurden nicht kleiner.
Sie wurden tiefer, kompromissloser, realer.
Ich habe Nächte damit verbracht, Sätze zu drehen und zu wenden, bis sie genau das auslösten, was ich wollte:
🖤 Dieses Kribbeln zwischen Scham und Verlangen.🖤
Dieses Gefühl, dass man eigentlich wegschauen müsste und doch nicht kann.
Irgendwann war klar:
Das bleibt nicht in meinem Kopf.
Das muss raus.
Das muss gelesen werden.
So ist Gefangen aus Verlangen entstanden, aus einer Idee, die schon ewig in mir war,
aus Fantasien, die mit jedem Satz wuchsen und mich selbst immer weiter mitnahmen.
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